Neues EEG: Register für Stromerzeugungsanlagen

Mit der Einführung des Anlagenregisters sind Betreiber von Photovoltaikanlagen zur Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien dazu verpflichtet, ab dem 1. August 2014 neu in Betrieb genommene Anlagen zu melden. Das Register soll den Fortschritt auf dem Gebiet der erneuerbarer Energien untersützen.

Anlagenregister verlangt Meldepflicht

Auf Grundlage der neuen Anlageregister-Verordnung unterliegt ab dem 1.August 2014 der Zubau Photovoltaikanlagen der Meldepflicht. Diese betrifft Anlagen zur Gewinnung von Strom aus erneuerbaren Energien, wie neue Windkraftanlagen an Land und auf der See, Anlagen zur Stromerzeugung aus Biomasse, Geothermie und Wasserkraft.

Photovoltaikanlagen-Betreiber müssen weiterhin das PV-Meldeportal der Bundesnetzagentur verwenden. Im neuen Register werden Anlagen, die mit fossilen Brennstoffen betrieben werden, noch nicht erfasst. Schon bestehende Anlagen müssen nur dann registriert werden, wenn sich etwas gravierendes, wie zum Beispiel ihre Leistung ändert.

Vorteile durch neue EEG- Reform

Vierzehn Jahre nach Einführung der Förderung für Betreiber von Anlagen zur Stromerzeugung aus erneubaren Energien stammt heute ein Viertel des hierzulande verbrauchten Stroms aus erneuerbaren Quellen.

Durch die Grundlage des Registers werden viele Prozesse vereinfacht: Die Transparenz der Anlagen kann Forschung und Wissenschaft auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien unterstützen. Außerdem wird die Erfassung der Energiewende planbarer, verlässlicher und systematischer.

Anlagenregister zur Erfassung des Zubaus

Das Ziel des neuen EEG ist es, den Photovoltaik-Zubau genau zu erfassen, damit darauf basierend die im reformierten EEG enthaltenen, zubauabhängigen Förderhöhen bestimmt werden können. Die gemeldeten Zubauzahlen werden aufgegliedert nach Anlagen auf der Internetseite der Bundesnetzagentur veröffentlicht.

Eine Ausnahme bilden kleinere Anlagen, da bei ihnen oftmals der Anlagenstandort identisch mit der Adresse des Anlagenbetreibers ist. Bei diesen Anlagen wird der Standort nur gemeindescharf veröffentlicht. Dadurch will das Bundesministerium einen Ausgleich zwischen möglichst großer Transparenz auf der einen und den Datenschutzbelangen der Bürgerinnen und Bürger auf der anderen Seite schaffen.

Das Anlagenregister stellt einen ersten Schritt auf dem Weg zu einem umfassenden Gesamtregister dar, das neben Erneuerbare-Energien-Anlagen auch die Stammdaten von konventionellen Erzeugungsanlagen, Stromspeichern sowie steuerbaren Verbrauchseinrichtungen erfassen soll. Eine entsprechende Verordnungsermächtigung im Energiewirtschaftsgesetz für ein solches Gesamtregister wurde mit der EEG-Novelle 2014 gesetzlich verankert.

Weg zur Registrierung einer Anlage

Durch ein bereitgestelltes Formular der Bundesnetzagentur sind die Anlagen zur Stromerzeugung durch erneuerbare Energien zu übermitteln. Die Bundesnetzagentur versendet an die Anlagenbetreiber nach Übernahme der Daten per Post eine schriftliche Registrierungsbestätigung mit den gemeldeten Angaben und der Registrierungsnummer als Kennzeichnung für die Datenmeldung. Diese Registrierungsbestätigung kann dem Netzbetreiber als Nachweis über die erfolgte Meldung durch den Anlagenbetreiber vorgelegt werden. Neue Anlagen werden erst dann nach dem EEG gefördert, wenn sie bestätigt wurden. Die Meldung muss spätestens drei Wochen nach Inbetriebnahme erfolgen,damit es nicht zu finanziellen Einbußen des Anlagenbetreibers kommt.

2014-08-12, Quelle: Pressemitteilung des Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und der Bundesnetzagentur, 05. August 2014