Ende des Streits: Diese Vergütungssätze gelten 2012

Die Gesetzesänderung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) ist bewältigt. Die Solarstromvergütung wird rückwirkend zum 1. April 2012 gekürzt. Welche Änderungen mit der Novellierung im Detail verbunden sind, zeigt folgender Überblick.

Einigung zwischen Bund und Ländern: Kürzung der Solarstromvergütung

Nach langen Diskussionen konnte der Vermittlungsausschuss, welcher vom Bundesrat einberufen wurde, eine Einigung zwischen Bund und Ländern über die Novellierung des EEG erzielen. Je nach Anlagentyp erfolgt rückwirkend zum 1. April 2012 eine Kürzung der Photovoltaik Vergütung um 20 bis 30 Prozent. Ab dem 1. Mai 2012 werden die Vergütungssätze monatlich um 1 Prozent gegenüber dem jeweiligen Vormonat abgesenkt. Zudem werden bei neuen Solaranlagen zwischen 10 und 1000 kW 90 Prozent der produzierten Strommenge vergütet und die restlichen 10 Prozent muss der Anlagenbesitzer selbst vermarkten oder verbrauchen. Diese Regelung wird aber erst ab dem 1. Januar 2014 angewendet, sodass die erzeugte Strommenge dieser Anlagen bis dahin noch zu 100 Prozent vergütet wird. Ein Photovoltaik Rechner hilft bei der individuellen Berechnung, ob eine Solaranlage lohnenswert ist.

Neue Vergütungsklasse und Gesamtausbauziel

Zusätzlich wurden die Vergütungsklassen neu gestaltet, indem eine neue Leistungsklasse für Dachanlagen zwischen 10 und 40 kW geschaffen wurde. Diese Anlagen werden mit 18,5 Cent/kWh vergütet. Außerdem hat die Bundesregierung ein Gesamtausbauziel für die Solarförderung auf 52 GW festgelegt. Das bedeutet, dass neue Anlagen keine Vergütung mehr erhalten, sobald dieser Wert erreicht wurde. Bislang liegt die Gesamtleistung von Anlagen in Deutschland bei etwa 27 GW.



2012-07-26, Quelle: Pressemitteilung des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit