Anpassung der Vergütungssätze für Solarstrom

Die Bundesnetzagentur hat die neuen Vergütungssätze für Photovoltaikanlagen nach dem Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) ab dem ersten Januar 2012 veröffentlicht. Nach der Aussetzung der Senkung vom 1. Juli 2011 sind nun Senkungen um 15 Prozent in den neuen Sätzen für die Einspeisevergütung zu verzeichnen.

Eine Senkung um 15 Prozent bedeutet für eine Anlage bis einschlie▀lich einer installierten Leistung von 30 Kilowatt beispielsweise eine Photovoltaik Vergütung von 24,43 Cent pro Kilowattstunde. Bis zum 31. Dezember 2011 gilt hier der Satz von 28,74 Cent pro Kilowattstunde. Für Anlagen bis einschlie▀lich einer installierten Leistung von 100 Kilowatt sinkt die Einspeisevergütung von 27,33 auf 23,23 Cent pro Kilowattstunde. Die Vergütungssätze werden anhand der Zubauzahlen von Photovoltaikanlagen festgelegt. Senkungen erfolgen so nur bei der Überschreitung bestimmter Schwellenwerte, um die Förderung der Solarindustrie nicht zu hemmen. Eine maximale Absenkung von 24 Prozent wäre eingetreten, wenn der Wert der Zubauleistung 7.500 MW überschritten hätte. Die Zubauleistung der letzten 12 Monate betrug ca. 5.200 MW und rechtfertigte so die Senkung der vergütung um die genannten 15 Prozent.

Die EEG-Umlage für den Endverbraucher bleibt im neuen Jahr stabil. Sie steigt von 3,53 auf 3,59 Cent pro Kilowattstunde und macht sich so nur in sehr geringem Ma▀e als Mehrkosten bemerkbar. Durch die EEG-Umlage geben Energieversorger ihre Mehrkosten für Strom aus erneuerbaren Energien nach dem EEG an den Endnutzer weiter.

2011-11-02, Quelle: Bundesnetzagentur, Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit