Ausbau der Stromnetze für Erneuerbaren Energien

Die deutschen Gas- und Stromnetze haben eine gute Qualität. Sie sichern aktuell eine sehr hohe Versorgungsqualität. Die wichtige Frage ist nun, ob diese Qualität für die Zukunft erhalten bleiben kann, wenn die Stromnetze für Erneuerbare Energien ausgebaut werden müssen.

Gemessen wird die Qualität der Netze an Versorgungsunterbrechungen, die der Bundesnetzagentur durch die Betreiber jährlich gemeldet werden müssen. Langfristig kann eine optimale Stromversorgung für den Endverbraucher nur gelingen, wenn der Ausbau der Stromnetze dem Ausbau der Erneuerbaren Energien angepasst wird. Eine Stütze der Wende zu ökologischen Energieformen sollen dabei Offshore-Windparks sein. Gerade hier ist der Ausbau der Stromnetze aber nicht gesichert. Der Übertragunsnetzbetreiber TenneT veröffentlichte eine Mitteilung, in der vor Verzögerungen bei der Umsetzungen von Anschlussleitungen für Offshore-Windparks gewarnt wird. geplante Termine zur Inbetriebnahme können so voraussichtlich nicht eingehalten werden. Sollte dieser Trend in der Zukunft bestehen bleiben, wird dies zu einem Problem für die Offshore-Energiegewinnung werden und eine Reaktion von Netzbetreibern und Regierung erfordern.

Regelungen zum Netzausbau sind ebenfalls für Betreiber von Photovoltaikanlagen interessant. Laut EEG ist der Netzbetreiber verpflichtet, seine Netze auf Verlangen eines Einspeisewilligen auszubauen und zu optimieren. Dies soll den Ausbau von Solaranlagen fördern und sicherstellen. Ausnahme ist der Fall der wirtschaftlichen Unzumutbarkeit, der laut Interpretation der Gesetzesbegründung aus dem Jahr 2004 eintritt, wenn die Kosten der Netzerweiterung für den Betreiber mehr als 25 Prozent der Investition für die Solaranlage betragen.

2011-11-25, Quelle: Bundesnetzagentur, Pressemitteilung TenneT, Clearingstelle EEG