Photovoltaikanlagenpreis in 3 Jahren halbiert

Lohnt sich eine Photovoltaikanlagenpreis noch? Diese Frage muss sich nach der Kürzung jeder Solaranlagenbauer und Interessent stellen. Wichtig sind dabei nicht nur die neuen Vergütungssätze, sondern auch der enorme Preisverfall von Neuanlagen.

Die Kosten einer Photovoltaikanlage setzen sich meist aus den Solarmodulpreisen selbst, dem benötigten Zubehör und den Installationskosten zusammen. Die Solarmodule selbst waren von den Gesamtkosten aus gesehen am teuersten. Doch der steigende Wettbewerb, der technologische Fortschritt und die größere Massenproduktion konnte die Kosten hierfür deutlich senken.

Der Bundesverbandes Solarwirtschaft e.V. gibt hierfür sogar einen durchschnittichen Richtwert an, der aber natürlich je nach Anlagengröße, Konstruktion und Stromanschlussmöglichkeiten variieren kann. Ein Mittelmaß für eine fertige Solaranlage ist dabei die Leistung von einer Kilowattstaunde-Peak (kWp). Im 1. Quartal 2009 betrug dieser noch 3.922 Euro. Heute, rund 3 Jahre später, beträgt dieser noch 1.969 Euro - also etwa die Hälfte. Den genauen Preis ermittelt der Photovoltaik-Rechner auf dieser Seite.

Was ist aber mit den Kosten für das Zubehör und die Installation? Früher machten diese rund 20 Prozent des Gesamtpreises aus. Das Sparpotenzial ist damit gering. Zum Zubehör gehört dabei ein Wechselrichter wie beispielsweise der Sunnyboy, der den Solarstrom in 230 Volt Wechselstrom für die Steckdose umwandelt. Zur Installation gehören dann Stromkabel und Halterungen der Module und der Kabel, die vom Dach zum Stromanschlusskasten verlegt werden müssen. Hierfür wird ein Dachdecker und ein Elektriker benötigt.

2012-04-10, Quelle: Pressemitteilung Bundesverbandes Solarwirtschaft e.V. (BSW-Solar)