Kürzung: Solarbranche protestiert

Nach geplanten Kürzungen bei Photovoltaikanlagen im letzten Jahr, die kurzfristig nicht umgesetzt wurden, sollen nun laut BSW 90 Prozent weniger Solarenergie gefördert werden. Über 100.000 Arbeitsplätze wären dadurch in Gefahr.

Kürzung: Solarbranche protestiertDas Ziel: "sicherer, bezahlbarer und umweltschonender" soll die Energie bis 2050 werden - so will es Dr. Philipp Rösler, der Bundesminister für Wirtschaft und Technologie. In diesem Zusammenhang soll die Strommenge der geförderten Photovoltaikanlagen deutlich reduziert werden. Denn auch die Preise für Photovoltaikanlagen und Zubehör sind in den letzten Jahren gefallen.

Der Bundesverband Solarwirtschaft e.V. (BSW-Solar), ein Zusammenschluss aus 800 Solarunternehmen, ist dagegen empört, dass noch 1 Gigawatt Solarstrom gefördert werden soll. Dies sei etwa 90 Prozent weniger als 2010 und 2011. So ist auch das nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz geplante Ziel von 52 Gigawatt kritisch zu sehen. Denn laut BSW könnte die Solarstromförderung bei rund 33 Gigawatt eingefroren werden. Solarenergie macht dann rund 5 Prozent der gesamten Bruttostromerzeugung in Deutschland aus.

2012-02-22, Quelle: Bundeswirtschaftsministerium, BSW-Solar Verband, Foto: Mönke/BSW-Solar