Solarzellenhersteller Roth & Rau mit Finanzproblemen

Rund 25 Prozent weniger Umsatz musste der deutsche Produzent für Photovoltaik-Module im letzten Jahr verzeichnen. Die schlechte Auftragslage führt zu Entlassungen, Kurzarbeit und Verkäufen von Tochterunternehmen.

Von 285 Millionen Euro auf 208 Mio Euro sank der Umsatz des Konzerns Roth & Rau AG 2011 im Vergleich zum Vorjahr. Als Grund nennt das Unternehmen schwierige Marktbedingungen.

Momentan beschäftigt das Unternehmen 1350 Mitarbeiter wovon rund 200 gehen sollen. Zusätzlich soll ein deutlicher Personalabbau stattfinden. Im deutschen Hohenstein-Ernstthal sollen 15 Prozent der 420 Stellen wegfallen. Folge sollen auch Standortschlie▀ungen in China, Taiwan, Indien, Korea und Singapur sein. Auch die Produktionsgesellschaft in Italien und die Vertriebsgesellschaften in Australien und in den USA werden aufgrund des Defizits geschlossen.

Die Roth & Rau AG gehört seit 2011 zur Meyer Burger-Gruppe. Durch die Verschmelzung können weitere Kosten eingespart werden. So soll die Kundenbetreuung in Asien Meyer Burger bei Vertriebs- und Serviceaufgaben erfolgen.

Das Unternehmen verkauft sowohl Kristaline- als auch Dünnschicht-Solarmodule. Die Eigentliche Kernkompetenz liegt jedoch seit der Gründung 1990 in der Erzeugung und Nutzung von Plasmen, die für Oberflächen wie z.B. für eine Photovoltaikanlage genutzt werden können.

2012-02-07, Quelle: Publikation der Geschäftszahlen 2011 der Roth & Rau AG