Wirrwarr bei Photovoltaikanlagen in Italien

Der Neubau von großen Photovoltaikanlagen in 2012 in Italien sieht schlecht aus. Neubauten sind zusammen mit der Einspeisevergügung nur mit einer bereits bestehenden Genehmigung möglich. Doch bei Photovoltaik-Großanlagen auf Ackerflächen gibt es noch mehr Probleme.

Der Grund für den Förderstopp ist ganz einfach: Für 2011 wurde die geplante Fördersumme von 300 Millionen Euro bei weitem überschritten. So erhalten bis 31.8. in Betrieb genommene Photovoltaikanlagen zusammen mit den auf der Liste A geplanten eine Photovoltaik Vergütung von rund 1 Milliarde Euro. Dies hat zur Folge, dass das Geld für Großanlagen bereits im Voraus verplant wurde.

Anlagen, die in 2011 und 2012 in Betrieb genommen werden, obwohl sie keine Zusage erhalten haben, könnten unter Umständen dann ab 2013 die geplante Förderung erhalten. Doch von diesen ganzen Regelungen gibt es auch Außnahmen, die trotzdem eine Förderung erhalten: Alle Dachanlagen von 1000 KW, Anlagen bis 200 KW, die Stromtausch (italienisch zu scambio sul posto) machen und jene Photovoltaikanlagen auf öffentlichen Grundstücken und Gebäuden.

Landwirtschaftliche Photovoltaikanlagen umstritten

Auf weitere Probleme im italienischen Photovoltaikmarkt weisst Herr Lutz von New Energy Projects hin: Anlagen auf Ackerflächen mussten bis 24.01.2012 in Betrieb genommen werden um eine Einspeisevergütung für bestimmte Stromtarife zu erhalten. Eigentlich war die Frist bis 28.3.2012 gesetzt worden. Aufgrund der plötzlichen Vorverlegung sind Solarverbände nun empört, denn das sogenannte Decreto tritt sofort in Kraft, muss aber binnen 60 Tagen in ein Solargesetz umgewandelt werden. Anlagen, die das Decreto Romani vom März 2011 erfüllen, sollen angeblich laut §65 eine Außnahme genießen können und bei einem Betrieb bis 28.3.2013 trotzdem eine Photovoltaik Förderung erhalten.

2012-02-17, Quelle: Pressemitteilung von New Energy Projects